Google-Unternehmensprofil 2026: Der Leitfaden für lokale Unternehmen.
Ihr Google-Unternehmensprofil ist oft das Erste, was Kunden von Ihrem Betrieb sehen. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie es einrichten, bestätigen und pflegen. Es kostet nichts.
SEO · 12 Min · 27. März 2026
Von Adam Dia, addus. · aktualisiert am 10. Oktober 2026

Foto: AS Photography via Pexels
Wenn jemand in Lüneburg „Elektriker in der Nähe“ oder „Friseur Lüneburg“ sucht, zeigt Google oft zuerst eine Karte mit einigen lokalen Einträgen, mit Bewertungen, Öffnungszeiten und Telefonnummer. Wer dort steht, wird angerufen.
Die Grundlage dafür ist das Google-Unternehmensprofil, das früher „Google My Business“ hieß. Es ist kostenlos und eines der wirksamsten Werkzeuge für lokale Unternehmen, wird aber oft nur halb ausgefüllt. In diesem Leitfaden zeigen wir, wie Sie es einrichten und pflegen. Wenn Sie dazu eine Website brauchen, die Ihr Profil ergänzt, finden Sie unser Angebot für Webdesign in Lüneburg auf der Startseite.
Warum das Unternehmensprofil so wichtig ist
Bei vielen Suchen mit Ortsbezug zeigt Google die lokalen Einträge mit Karte über den normalen Suchergebnissen. Welche Unternehmen dort erscheinen, hängt laut Google vor allem von drei Dingen ab (Google-Hilfe: Lokales Ranking verbessern):
- Relevanz: wie gut Ihr Profil zu dem passt, was gesucht wird
- Entfernung: wie weit Ihr Unternehmen vom Suchenden entfernt ist
- Bekanntheit: wie bekannt Ihr Unternehmen ist, unter anderem gemessen an Rezensionen und Bewertungen
Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen, Relevanz und Bekanntheit schon. Google schreibt dazu: Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben erscheinen mit größerer Wahrscheinlichkeit in den lokalen Ergebnissen. Ein besseres Ranking gegen Bezahlung gibt es dagegen nicht.
Profil einrichten: Schritt für Schritt
Wenn Sie noch kein Unternehmensprofil haben, richten Sie es jetzt ein. Das Ausfüllen dauert nicht lange; dazu kommt die Bestätigung durch Google.
Gehen Sie auf business.google.com und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an. Tipp: Verwenden Sie ein geschäftliches Konto, nicht Ihr privates Gmail.
Tragen Sie Ihren echten Firmennamen ein, so wie er auf Schild, Visitenkarte und Rechnung steht. Zusätze wie Werbesprüche, Orte oder Telefonnummern im Namen sind laut den Richtlinien von Google nicht erlaubt (also nicht „Müller Elektro – Bester Elektriker Lüneburg“).
Wählen Sie die spezifischste Kategorie, die Ihr Kerngeschäft beschreibt: „Elektriker“ statt „Dienstleister“. Google empfiehlt, so wenige Kategorien wie möglich zu nutzen; weitere Kategorien nur für das, was Sie wirklich anbieten.
Haben Sie ein Geschäft, in das Kunden kommen? Dann tragen Sie die Adresse ein. Fahren Sie zu Ihren Kunden, etwa als Handwerksbetrieb, und empfangen Sie dort keine Kunden, legen Sie ein Einzugsgebiet fest und zeigen die Adresse nicht an. So sehen es auch die Richtlinien von Google vor.
Geben Sie Telefonnummer und Website an. Wählen Sie eine Nummer, unter der Ihr Betrieb direkt erreichbar ist und die überall gleich lautet. Sonderrufnummern lässt Google nicht zu.
Google muss bestätigen, dass Ihr Unternehmen echt ist. Welche Methode Ihnen angeboten wird, legt Google selbst fest: zum Beispiel Telefon oder SMS, E-Mail, ein Video oder ein Code per Post. Kommt der Code per Postkarte, ist er laut Google meist innerhalb von 14 Tagen da und läuft nach 30 Tagen ab (Google-Hilfe zur Bestätigung).
Die 7 wichtigsten Optimierungen
Ein Profil anzulegen reicht nicht. Viele Unternehmen füllen nur das Nötigste aus und wundern sich, warum sie nicht gefunden werden. Diese sieben Punkte lohnen sich:
1. Das Profil vollständig ausfüllen
Google bevorzugt vollständige und korrekte Profile. Das heißt:
- Unternehmensname korrekt
- Alle Öffnungszeiten eingetragen, auch an Feiertagen
- Eine aussagekräftige Beschreibung
- Alle angebotenen Leistungen eingetragen
- Merkmale ausgewählt (z. B. barrierefrei, Parkplätze, WLAN)
- Website und Telefonnummer aktuell
2. Eine gute Beschreibung schreiben
Die Beschreibung ist Ihr Platz für ein paar klare Sätze:
- Schreiben Sie für Menschen, nicht für Google
- Nennen Sie Ihre wichtigsten Leistungen in den ersten beiden Sätzen
- Erwähnen Sie Standort und Einzugsgebiet
- Was zeichnet Sie aus? Erfahrung, Spezialisierung, besondere Leistungen
- Keine Links und keine Werbeaktionen; Google lässt beides in der Beschreibung nicht zu
3. Fotos hochladen
Fotos zeigen Kunden, was sie erwartet. Google empfiehlt JPG oder PNG, mindestens 250 × 250 Pixel, besser 720 × 720 Pixel, und für die meisten Bereiche mindestens drei Bilder (Google-Hilfe zu Fotos). Sinnvoll sind:
- Logo
- Titelbild, etwa Ihr Geschäft von außen
- Außen- und Innenansichten, damit Kunden Sie wiedererkennen
- Team-Fotos, weil Menschen Vertrauen schaffen
- Arbeitsergebnisse, fertige Projekte, Vorher-Nachher
4. Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich
NAP steht für Name, Address, Phone. Diese drei Angaben müssen überall gleich lauten:
- im Google-Unternehmensprofil
- auf Ihrer Website (Footer, Impressum, Kontaktseite)
- in Ihren Social-Media-Profilen
- in Branchenverzeichnissen (Gelbe Seiten, Das Örtliche, Yelp)
- bei Handwerkskammer und IHK
Schon kleine Unterschiede erschweren die Zuordnung: „Hauptstr. 5“, „Hauptstraße 5“ und „Hauptstr 5“ sehen für eine Maschine nach drei verschiedenen Adressen aus.
5. Leistungen mit Beschreibung eintragen
Viele überspringen diesen Bereich. Tragen Sie jede einzelne Leistung ein und schreiben Sie eine kurze Beschreibung dazu. So versteht Google besser, wofür Sie gefunden werden sollen.
6. Produkte hinzufügen
Auch Dienstleister können „Produkte“ anlegen, zum Beispiel einzelne Leistungspakete. Das gibt Kunden sofort einen Überblick.
7. Häufige Fragen selbst beantworten
Ältere Anleitungen empfehlen, Fragen und Antworten direkt im Profil anzulegen. Auf diesen Bereich sollten Sie sich nicht mehr verlassen, Google baut ihn um. Beantworten Sie die häufigsten Fragen Ihrer Kunden deshalb in der Beschreibung, bei den Leistungen und auf Ihrer Website. Typische Fragen:
- Gibt es Parkplätze?
- Muss ich einen Termin vereinbaren?
- In welchem Umkreis arbeiten Sie?
- Gibt es einen Notdienst?
Bewertungen: Ihr stärkstes Signal
Google schreibt, dass mehr Rezensionen und positive Bewertungen das lokale Ranking verbessern können. Für Kunden zählt dabei mehr als die Sternezahl:
- Anzahl der Bewertungen
- Durchschnittliche Sternezahl
- Aktualität, also regelmäßig neue Bewertungen
- Inhalt, wenn Kunden Ihre Leistungen beschreiben
- Ihre Antworten, sachlich und freundlich
Wie Sie mehr Bewertungen bekommen
Die wichtigste Regel: Fragen Sie danach. Viele zufriedene Kunden bewerten nicht von allein, tun es aber gern, wenn man sie freundlich bittet.
- Holen Sie sich den kurzen Link zu Ihrer Bewertungsseite aus dem Profil
- Schicken Sie ihn per WhatsApp oder E-Mail nach dem Auftrag
- Legen Sie einen QR-Code auf die Theke oder drucken Sie ihn auf die Rechnung
- Fragen Sie im richtigen Moment: direkt nach einem guten Erlebnis
Richtig auf Bewertungen antworten
Antworten Sie auf jede Bewertung, positive wie negative. Google empfiehlt das ausdrücklich: Sie zeigen damit, dass Ihnen das Feedback Ihrer Kunden wichtig ist.
Bei positiven Bewertungen:
- Bedanken Sie sich persönlich, wenn möglich mit Namen
- Nennen Sie kurz, was Sie gemacht haben
- Halten Sie es kurz und ehrlich
Bei negativen Bewertungen:
- Bleiben Sie sachlich, antworten Sie nie im Ärger
- Zeigen Sie Verständnis und entschuldigen Sie sich, wo es angebracht ist
- Bieten Sie eine Lösung an und klären Sie Details lieber direkt
- Denken Sie daran: Andere Kunden lesen Ihre Antwort mit
Eine kritische Bewertung mit einer guten Antwort schafft manchmal mehr Vertrauen als fünf Sterne ohne Kommentar.
Beiträge und Fotos nutzen
Im Unternehmensprofil können Sie Beiträge veröffentlichen. Viele Unternehmen nutzen das gar nicht, dabei zeigen Beiträge auf einen Blick, dass Ihr Betrieb aktiv ist.
Was Sie posten können
- Neuigkeiten: neue Leistung, neues Teammitglied, Umbau
- Angebote: saisonale Aktionen
- Veranstaltungen: Tag der offenen Tür, Messen
- Tipps: kurze Ratschläge aus Ihrem Fachgebiet
- Vorher-Nachher: fertige Projekte, gerade im Handwerk
Wie oft?
Lieber regelmäßig als selten in großen Mengen. Ein fester Rhythmus, etwa einmal im Monat oder immer nach einem fertigen Projekt, ist leichter durchzuhalten als ein Vorsatz, der nach drei Wochen einschläft.
5 Fehler, die Ihrem Profil schaden
Fehler 1: Falsche Kategorie
„Unternehmen“ statt „Maler“ zu wählen, macht Ihr Profil für die passenden Suchen weniger relevant. Prüfen Sie, ob es eine spezifischere Kategorie gibt.
Fehler 2: Uneinheitliche Angaben
Bei Google heißt Ihr Betrieb „Müller Elektrotechnik GmbH“, auf der Website „Müller Elektro“ und bei den Gelben Seiten „Elektro Müller“. Dann ist für Google nicht eindeutig, dass es sich um dasselbe Unternehmen handelt.
Fehler 3: Bewertungen nicht beantworten
Unbeantwortete Bewertungen wirken, als kümmere sich niemand. Antworten Sie zeitnah.
Fehler 4: Einmal einrichten und vergessen
Veraltete Öffnungszeiten, eine alte Telefonnummer oder Fotos von vor Jahren kosten Vertrauen. Halten Sie das Profil aktuell, besonders an Feiertagen.
Fehler 5: Suchbegriffe im Firmennamen
„Müller Elektro – Bester Elektriker Lüneburg Notdienst 24/7“ als Firmenname? Das verstößt gegen die Richtlinien von Google und kann laut Google zur Sperrung des Profils führen. Ihr Firmenname im Profil ist Ihr echter Firmenname.
Erfolge messen: Was die Statistiken zeigen
In Ihrem Unternehmensprofil finden Sie unter „Leistung“ hilfreiche Daten:
- Suchanfragen: Mit welchen Begriffen finden Kunden Ihr Profil?
- Aufrufe: Wie oft wurde Ihr Profil in der Suche und in Maps angesehen?
- Interaktionen: Wie viele Menschen rufen an, klicken auf Ihre Website oder lassen sich die Route anzeigen?
Sehen Sie sich diese Zahlen einmal im Monat an. Steigen die Anrufe, machen Sie etwas richtig. Sinken sie, prüfen Sie Ihre Angaben, Bewertungen und Beiträge.
Häufige Fragen
Ist das Google-Unternehmensprofil kostenlos?
Wie lange dauert die Bestätigung?
Was tun, wenn die Postkarte von Google nicht ankommt?
Wie komme ich bei Google Maps nach oben?
Was bringt ein Google-Unternehmensprofil wirklich?
Wie oft sollte ich mein Profil aktualisieren?
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