Warum jedes Unternehmen eine Website braucht und wann sie sich rechnet.

„Wir haben doch Instagram.“ Diesen Satz hören wir oft. Hier steht, warum eine eigene Website trotzdem zählt und wie Sie ausrechnen, ob sie sich für Ihren Betrieb lohnt.

Business · 8 Min · 27. März 2026
Von Adam Dia, addus. · aktualisiert am 9. Oktober 2026

Inhaberin eines kleinen Geschäfts — warum eine Website wichtig ist

Foto: Amina Filkins via Pexels

Viele kleine Betriebe kommen ohne eigene Website aus, solange Empfehlungen und Stammkunden reichen. Spätestens wenn neue Kunden dazukommen sollen, wird es eng: Wer einen Betrieb sucht, den er noch nicht kennt, sucht heute meist zuerst im Netz.

In diesem Artikel geht es um zwei Fragen: Warum braucht ein Unternehmen eine eigene Website? Und wie rechnen Sie aus, ob sie sich für Ihren Betrieb lohnt? Für die zweite Frage gibt es am Ende einen Rechner, in den Sie Ihre eigenen Zahlen eintragen.

1. Kunden suchen zuerst online

Ob Handwerksbetrieb, Restaurant, Steuerberatung oder Friseur: Wer etwas sucht, tippt es in Google oder Google Maps. Branchenbuch, Zeitung und Nachbar kommen oft erst danach.

Wenn jemand „Elektriker Lüneburg“ sucht und von Ihrem Betrieb nur einen Namen ohne Website findet, landet die Anfrage leicht bei einem Mitbewerber, der mehr zeigt.

2. Social Media allein reicht nicht

„Aber wir haben doch Instagram.“ Instagram ist eine gute Ergänzung. Die Plattform gehört aber nicht Ihnen: Regeln, Reichweite und Darstellung bestimmt der Anbieter, und das kann sich jederzeit ändern.

Mit Social Media sind Sie Mieter. Mit einer Website sind Sie Eigentümer.

Auf der eigenen Website entscheiden Sie, was Interessierte zuerst sehen, wie Ihre Leistungen beschrieben sind und wie man Sie erreicht. Ein Profil auf einer Plattform kann das nicht ersetzen.

3. Vertrauen und Professionalität

Angenommen, Sie suchen eine Zahnarztpraxis und finden zwei. Die eine hat eine Website mit Leistungen, Team, Anfahrt und Online-Terminbuchung. Von der anderen gibt es nur einen Social-Media-Auftritt, der zuletzt vor Jahren aktualisiert wurde.

Wo würden Sie anrufen?

Eine Website ist Ihre Visitenkarte im Netz. Sie zeigt: Hier nimmt jemand sein Geschäft ernst.

4. Erreichbar, auch wenn Sie schlafen

Ihr Betrieb hat Öffnungszeiten, Ihre Website nicht. Sie ist um drei Uhr nachts erreichbar, am Sonntag und an Feiertagen. Über das Kontaktformular kommen Anfragen herein, während Sie nicht am Telefon sind.

5. Lokale Sichtbarkeit bei Google

Bei Suchen wie „Restaurant in der Nähe“, „Friseur Lüneburg“ oder „Dachdecker Winsen“ zeigt Google oft eine Karte mit lokalen Einträgen, das sogenannte Local Pack.

Dafür ist das Google-Unternehmensprofil die Grundlage. Die Website ergänzt es: Dort finden Interessierte die Details, für die im Profil kein Platz ist, und Google bekommt mehr Hinweise darauf, was Sie anbieten und wo Sie arbeiten.

6. Ein Vorsprung vor dem Wettbewerb

Viele kleine Betriebe haben keine Website, eine veraltete oder eine, die auf dem Smartphone nicht funktioniert. Darin liegt Ihre Chance.

Eine schnelle, mobil gut lesbare Website hebt Sie von diesen Mitbewerbern ab, nicht weil Sie besser arbeiten, sondern weil man Sie überhaupt findet und versteht, was Sie anbieten.

Der beste Handwerker der Stadt nützt niemandem, wenn ihn keiner finden kann.

Lohnt sich das? Die Website als Investition

Eine Website ist nur dann sinnvoll, wenn sie mehr einbringt, als sie kostet. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Rechnung statt auf Versprechen. Was Websites am Markt kosten, haben wir im Artikel Was kostet eine Website 2026? aufgeschlüsselt.

Die ROI-Formel

ROI steht für „Return on Investment“, also die Rendite Ihrer Investition. Die Formel ist einfach:

Was zählt als Gewinn durch die Website?

  • Neukunden, die Sie über Google finden
  • Anfragen über das Kontaktformular
  • Anrufe, die über die Website ausgelöst werden
  • Aufträge, bei denen Kunden Sie vorher gegoogelt haben
  • Weniger Rückfragen, weil Anfahrt, Öffnungszeiten und häufige Fragen online stehen

Rechnen Sie dabei mit dem Gewinn, nicht mit dem Umsatz: Von einem Auftrag über 800 € bleibt nach Material und Arbeitszeit nur ein Teil übrig.

Rechenbeispiel: Handwerksbetrieb

Die folgenden Zahlen sind Annahmen zum Durchrechnen, keine Kundendaten. Setzen Sie Ihre eigenen ein.

  • Website im Paket Business: 1.290 € einmalig, Hosting im ersten Jahr inklusive (Endpreis, nach § 19 UStG ohne Umsatzsteuer)
  • Angenommener Auftrag: 800 € Umsatz, davon 40 % Gewinn, also 320 €
  • Angenommen: 2 zusätzliche Aufträge im Monat durch die Website

Das ergibt 640 € zusätzlichen Gewinn im Monat und 7.680 € im Jahr.

Die Faustregel: Wie viele Aufträge decken die Kosten?

Teilen Sie die Kosten der Website durch den Gewinn, der Ihnen von einem durchschnittlichen Auftrag bleibt. Das Ergebnis ist die Zahl der zusätzlichen Aufträge, ab der sich die Website bezahlt hat. Bei 1.290 € und 320 € Gewinn je Auftrag sind das gut vier Aufträge; bei 50 € Gewinn je Kunde sind es 26 Kunden.

Was es kostet, keine Website zu haben, lässt sich nicht pauschal beziffern. Es sind die Anfragen, die bei einem Mitbewerber landen, weil man Sie online nicht gefunden hat. Wie viele das bei Ihnen sind, weiß niemand genau, auch wir nicht.

Eine Website rechnet sich nur, wenn sie gut gemacht ist. Eine langsame, veraltete Seite, die auf dem Smartphone nicht funktioniert, hilft wenig. Worauf es ankommt, steht in unserer Checkliste für die Startseite.

Rechnen Sie selbst

Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Der Rechner zeigt den ROI im ersten Jahr und nach wie vielen Monaten sich die Website bezahlt macht.

Fazit

Eine Website ist für ein Unternehmen keine Kür mehr, sondern Grundausstattung, wie ein Firmenschild oder eine Telefonnummer. Nur dass sie rund um die Uhr erreichbar ist. Ob sie sich für Ihren Betrieb rechnet, können Sie mit der Formel oben selbst prüfen. Was eine Website bei addus. kostet, steht vorher fest.

Häufige Fragen

Reicht nicht einfach ein Instagram-Profil?
Instagram ist eine gute Ergänzung, aber kein Ersatz. Sie sind dort Gast auf einer fremden Plattform, deren Regeln und Reichweite sich jederzeit ändern können. Eine eigene Website gehört Ihnen, ist bei Google auffindbar und wirkt professionell.
Braucht ein kleines lokales Geschäft wirklich eine Website?
Gerade ein lokales Geschäft. Wer „Friseur Lüneburg“ sucht, vergleicht die Einträge, die er findet. Ein Google-Unternehmensprofil mit einer eigenen Website dahinter gibt Interessierten die meisten Informationen und Google die meisten Hinweise auf Ihr Angebot.
Was kostet eine einfache Unternehmenswebsite?
Bei Freelancern liegt eine Website mit drei bis fünf Seiten grob zwischen 800 und 4.000 €, dazu kommen Hosting und Wartung. Bei addus. beginnt der Festpreis bei 490 € für einen Onepager (Endpreis, nach § 19 UStG ohne Umsatzsteuer), mit Design, handgeschriebenem Code, SSL und Hosting im ersten Jahr. Alle Dateien gehören Ihnen. Mehr dazu im Artikel „Was kostet eine Website 2026?“.
Wie berechnet man den ROI einer Website?
Die Formel lautet: (Gewinn durch die Website − Kosten der Website) / Kosten der Website × 100. Kostet eine Website 1.290 € und bringt sie im ersten Jahr 7.680 € zusätzlichen Gewinn, liegt der ROI bei rund 495 %. Rechnen Sie mit dem Gewinn, nicht mit dem Umsatz.
Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
Eine einfache Business-Website ist oft in ein bis drei Wochen fertig. Die Pakete von addus. sind auf 7 Tage bis zum Start ausgelegt, mit Design, Texten, Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung und Mobiloptimierung.

Weiterlesen

Projekt im Kopf?

Erzählen Sie kurz von Ihrem Betrieb. Sie bekommen innerhalb von 24 Stunden eine ehrliche Einschätzung, unverbindlich.

Nächster ArtikelGoogle-Unternehmensprofil 2026: Der Leitfaden für lokale Unternehmen.SEOLesen