Website überarbeiten oder neu gestalten lassen? So entscheiden Sie.
Eine Website, die in die Jahre gekommen ist, lässt sich auffrischen oder neu bauen. Welcher Weg passt, hängt an wenigen Fragen. Hier sind sie, mit unserer ehrlichen Einschätzung.
Webdesign · 5 Min · 9. Oktober 2026
Von Adam Dia, addus.

Foto: picjumbo.com via Pexels
Wenn eine Website in die Jahre gekommen ist, gibt es drei Wege: überarbeiten, modernisieren oder neu gestalten. Die Begriffe werden oft durcheinander verwendet, dabei unterscheiden sie sich im Aufwand wie im Ergebnis.
Dieser Artikel hilft Ihnen, den passenden Weg zu finden. Wir bauen Websites neu und sind in dieser Frage deshalb nicht neutral. Das sagen wir gleich dazu.
Überarbeiten, modernisieren, neu gestalten: der Unterschied
Überarbeiten heißt: Die Seite bleibt, wie sie ist, und bekommt neue Inhalte. Texte, Preise, Fotos, vielleicht eine zusätzliche Seite. Das geht meist im bestehenden System, oft ohne Fachmann.
Modernisieren heißt: Das System bleibt, das Aussehen ändert sich. Ein neues Theme, neue Schriften und Farben, ein aufgeräumtes Menü. Die Technik darunter bleibt dieselbe, mit ihren Stärken und Schwächen.
Neu gestalten, auch Relaunch genannt, heißt: Struktur, Gestaltung und Technik werden neu gebaut. Was bleibt, sind Ihre Domain, die Inhalte, die sich bewährt haben, und im besten Fall Ihre Platzierungen bei Google.
Fünf Zeichen, dass Überarbeiten nicht mehr reicht
Trifft eines davon zu, löst neuer Text das Problem nicht.
- Auf dem Handy muss man zoomen. Wenn die Seite nicht für kleine Bildschirme gebaut ist, hilft kein neuer Text. Google bewertet ohnehin die mobile Fassung einer Seite (Google Search Central).
- Die Seite lädt spürbar lange. Große Bilder lassen sich verkleinern. Bringt aber das System selbst viel Ballast mit, etwa ein schweres Theme mit vielen Plugins, ändert eine Überarbeitung daran wenig. Ob es an den Bildern oder am System liegt, zeigt Ihnen pagespeed.web.dev.
- Niemand kann mehr etwas ändern. Der Zugang fehlt, die Agentur gibt es nicht mehr, oder jede kleine Änderung kommt als Rechnung. Dann gehört Ihnen die Seite nur auf dem Papier.
- Die Struktur passt nicht mehr zum Angebot. Neue Leistungen stecken in Unterseiten, die niemand findet, und das Menü ist über die Jahre gewachsen. Das lässt sich mit einer weiteren Seite nicht lösen.
- Besucher kommen, Anfragen nicht. Wenn Telefonnummer und Anfrage erst nach langem Scrollen auftauchen, liegt das Problem im Aufbau, nicht im Text. Mehr dazu in 5 Website-Fehler, die kleine Unternehmen Kunden kosten.
Wann Überarbeiten genügt
Nicht jede ältere Website braucht einen Neubau. Überarbeiten reicht, wenn die Seite auf dem Handy gut funktioniert, schnell lädt, Sie selbst Zugriff haben und nur die Inhalte veraltet sind: alte Preise, Mitarbeiter, die nicht mehr da sind, Fotos von vor zehn Jahren. Dann ist ein Nachmittag mit den Texten oft mehr wert als ein neues Design.
Was ein Website-Relaunch kostet
Ein Relaunch kostet ungefähr so viel wie eine neue Website, denn genau das ist er. Was die Preise im Markt bestimmt, vom Baukasten bis zur Agentur, zeigt unser Preisvergleich 2026.
Bei uns stehen die Preise vorher fest: Start 490 € Festpreis für einen Onepager, Business 1.290 € für bis zu fünf Seiten mit Texten und eingerichtetem Google-Unternehmensprofil, Premium ab 1.990 € (Festpreis nach Angebot) für bis zu zehn Seiten. Alles Endpreise, nach § 19 UStG ohne Umsatzsteuer. Die Einzelheiten stehen auf der Preisseite.
Zwei Posten werden bei einem Relaunch gern vergessen: neue Texte, wenn die alten nicht mehr passen, und die Umleitungen von alten auf neue Adressen. Beides sollte im Angebot stehen, bevor Sie zusagen. Bei uns sind Texte im Paket Business enthalten, zum Paket Start kommen sie für 290 € dazu.
Google-Treffer behalten: die Umleitungen
Wenn sich bei einem Relaunch Adressen ändern, wenn also etwa aus /leistungen.html die Adresse /leistungen/ wird, gibt es die alten Seiten nicht mehr. Ohne Umleitung landen Besucher aus alten Suchtreffern auf einer Fehlerseite, und die Platzierungen dieser Seiten gehen mit der Zeit verloren.
Die Lösung ist eine dauerhafte Weiterleitung mit dem Statuscode 301, von jeder alten Adresse auf die passende neue. Google beschreibt das Vorgehen in seiner Anleitung zum Website-Umzug mit URL-Änderungen. Danach reichen Sie in der Google Search Console die neue Sitemap ein.
Als wir unsere eigene Website im Oktober 2026 neu aufgesetzt haben, sind wir genauso vorgegangen: Die alten Adressen zeigen auf ihre neuen Ziele, auch die der Seiten, die es nicht mehr gibt.
So läuft ein Neubau bei uns
Wir bauen Ihre Seite von Hand neu, in HTML, CSS und JavaScript, ohne Baukasten. Was sich bewährt hat, nehmen wir mit: Texte, Bilder, Ihre Domain. Nach einem Gespräch von 60 Minuten sehen Sie den ersten Stand an Tag 3 als Vorschau-Link, danach folgen zwei Feedback-Runden. In 7 Tagen ist die neue Seite online, aber erst nach Ihrer Abnahme. Bis dahin bleibt Ihre alte Seite, wie sie ist. Den ganzen Ablauf zeigen wir auf einer eigenen Seite.
Häufige Fragen
Was kostet ein Website-Relaunch?
Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Platzierungen?
Kann ich meine Domain behalten?
Wie lange dauert ein Relaunch?
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