Website selbst erstellen oder erstellen lassen? Ein ehrlicher Vergleich.

Eine eigene Website können Sie selbst erstellen. Das kostet weniger Geld und mehr Zeit. Wir zeigen den Weg in sieben Schritten und sagen ehrlich, wann Sie damit gut fahren.

Webdesign · 6 Min · 10. Oktober 2026
Von Adam Dia, addus.

Handwerker sitzt in seiner Holzwerkstatt und arbeitet am Laptop, daneben Schraubzwingen und Holzleisten

Foto: Ivan S via Pexels

Wer für seinen Betrieb eine Website braucht, steht früh vor der Frage: selbst erstellen oder erstellen lassen? Beides kann richtig sein. Selbst bauen kostet vor allem Zeit, bauen lassen vor allem Geld.

Wir bauen Websites für Betriebe und sind in dieser Frage deshalb nicht neutral. Trotzdem raten wir nicht jedem zu uns. Für manche Betriebe ist eine selbst gebaute Seite die bessere Wahl, und woran Sie das erkennen, steht weiter unten.

Die kurze Antwort

Ja, eine eigene Website können Sie ohne Programmierkenntnisse selbst erstellen, mit einem Baukasten oder mit WordPress. Sie brauchen dafür eine Domain, ein System, Texte, Bilder und die Pflichtangaben wie Impressum und Datenschutzerklärung. Die meiste Arbeit steckt dabei nicht in der Technik, sondern in Texten und Bildern.

Was Sie für eine eigene Website brauchen

  • Eine Domain. Die Adresse Ihrer Seite, etwa ihr-betrieb.de. Achten Sie darauf, dass die Domain auf Ihren Namen läuft und nicht auf den eines Dienstleisters.
  • Ein System. Ein Baukasten wie Wix, Jimdo oder Squarespace oder WordPress mit eigenem Hosting. Die Unterschiede stehen weiter unten.
  • Texte. Was Sie anbieten, für wen, in welcher Gegend und wie man Sie erreicht. Am besten in den Worten, mit denen Ihre Kunden danach suchen.
  • Bilder. Eigene Fotos von Betrieb, Arbeit und Team wirken stärker als Stockfotos. Für fremde Bilder brauchen Sie die Nutzungsrechte.
  • Impressum und Datenschutzerklärung. Für eine geschäftliche Website in Deutschland Pflicht. Das Impressum regelt § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG), die Datenschutzerklärung folgt aus der DSGVO.
  • Ein Google-Unternehmensprofil. Es gehört nicht zur Website, ist für lokale Betriebe aber oft genauso wichtig. Wie Sie es einrichten, zeigt unser Leitfaden zum Unternehmensprofil.

Website selbst erstellen: der Weg in 7 Schritten

  1. Ziel festlegen. Was soll ein Besucher tun: anrufen, eine Anfrage schicken, einen Termin buchen? Danach richtet sich alles andere.
  2. Domain sichern. Kurz, leicht zu tippen und gut am Telefon zu buchstabieren.
  3. System wählen. Baukasten oder WordPress, der Vergleich folgt im nächsten Abschnitt.
  4. Seiten planen. Vielen kleinen Betrieben reichen Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt, dazu Impressum und Datenschutz. Was auf die Startseite gehört, zeigt unsere Checkliste für die Startseite.
  5. Texte schreiben und Bilder auswählen. Pro Leistung ein klarer Abschnitt. Telefonnummer und Ort gehören gut sichtbar nach oben.
  6. Auf dem Smartphone prüfen. Google bewertet die mobile Fassung einer Seite (Google Search Central). Worauf es dabei ankommt, steht in Mobile Website optimieren.
  7. Online stellen und bei Google anmelden. Melden Sie die Seite in der Google Search Console an, reichen Sie die Sitemap ein und tragen Sie die Website in Ihr Unternehmensprofil ein.

Baukasten oder WordPress?

Beide Wege funktionieren. Sie unterscheiden sich darin, wie viel Sie selbst erledigen müssen und wie frei Sie später sind.

Baukasten wie Wix, Jimdo oder Squarespace: Hosting, Technik und Sicherheit übernimmt der Anbieter. Sie bauen die Seite im Browser aus Vorlagen zusammen. Dafür zahlen Sie laufend und sind an den Anbieter gebunden. Wer später wechseln will, baut meist neu.

WordPress: Die Software selbst ist kostenlos. Dazu brauchen Sie Hosting, ein Theme und meist einige Plugins. Sie haben mehr Spielraum, aber auch mehr Pflichten: Updates für WordPress, Theme und Plugins, Sicherungen, Sicherheit. Bleiben Updates liegen, wird die Seite angreifbar.

Was beide Wege im Monat und über fünf Jahre kosten, rechnen wir im Preisvergleich 2026 vor.

Was Selbermachen wirklich kostet: Zeit

Eine erste Seite steht im Baukasten schnell, oft an einem Wochenende. Eine Seite, die auch Anfragen bringt, braucht mehr: Texte, die in wenigen Sekunden erklären, was Sie anbieten. Bilder, die zeigen, wie Sie arbeiten. Eine Seite, die auf dem Smartphone funktioniert und bei Google für die richtigen Suchbegriffe erscheint.

Rechnen Sie deshalb nicht nur mit dem Tarif, sondern auch mit Ihrer Zeit. Jede Stunde an der Website fehlt im Betrieb, und die Seite braucht auch danach Pflege.

Wann sich selbst erstellen lohnt

  • Sie gründen gerade und wollen erst testen, ob Ihr Angebot ankommt.
  • Ihre Kunden kommen fast nur über Empfehlungen, die Website ist eher Visitenkarte.
  • Sie haben Freude an Gestaltung und Texten und die Zeit dafür.
  • Das Budget ist im Moment knapp.

Wann sich erstellen lassen lohnt

  • Neue Kunden suchen Sie über Google, etwa mit Ihrem Beruf und Ihrer Stadt. Dann muss die Seite schnell laden, sauber gebaut sein und klar sagen, wo Sie arbeiten.
  • Ihre Zeit ist im Betrieb mehr wert als am Schreibtisch.
  • Sie haben es schon versucht, und die Seite bringt keine Anfragen. Die häufigsten Gründe stehen in 5 Website-Fehler, die kleine Unternehmen Kunden kosten.
  • Sie wollen eine Seite, die nicht nach Vorlage aussieht.

Bei uns stehen die Preise vorher fest: Start 490 € Festpreis für einen Onepager, Business 1.290 € für bis zu fünf Seiten mit Texten und eingerichtetem Google-Unternehmensprofil, Premium ab 1.990 € (Festpreis nach Angebot) für bis zu zehn Seiten. Alles Endpreise, nach § 19 UStG ohne Umsatzsteuer. In 7 Tagen ist die Seite online, sie gehört Ihnen mit allen Dateien, und das Hosting ist im ersten Jahr inklusive. Die Einzelheiten stehen auf der Preisseite.

Häufige Fragen

Kann ich eine Website kostenlos erstellen?
Ja, viele Baukästen haben kostenlose Tarife. Die Seite läuft dann meist unter einer Adresse des Anbieters statt unter Ihrer eigenen Domain und zeigt dessen Werbung oder Logo. Für einen Betrieb wirkt das wenig professionell. Eine eigene Domain gibt es in der Regel erst mit einem bezahlten Tarif.
Wie lange dauert es, eine Website selbst zu erstellen?
Eine einfache Seite steht im Baukasten oft an einem Wochenende. Bis Texte, Bilder und Rechtstexte stimmen und die Seite auf dem Smartphone und bei Google funktioniert, dauert es meist deutlich länger. Bei uns ist eine Website in 7 Tagen online.
Brauche ich für meine Website ein Impressum?
Wenn Sie die Seite geschäftlich betreiben, ja. Die Pflicht steht in § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes. Dazu kommt eine Datenschutzerklärung nach der DSGVO. Beziehen Sie beides am besten von spezialisierten Anbietern oder einer Kanzlei. Diese Antwort ersetzt keine Rechtsberatung.
Was ist besser: Baukasten oder WordPress?
Für einen schnellen Start mit wenig Pflege ist ein Baukasten einfacher. WordPress lässt mehr Spielraum, verlangt aber regelmäßige Updates und etwas Technikverständnis. Wer die Seite später zu einem anderen Anbieter mitnehmen will, ist mit WordPress freier.
Kann ich später noch auf eine erstellte Website wechseln?
Ja. Ihre Domain und Ihre Inhalte nehmen Sie mit. Eine Baukasten-Seite lässt sich meist nicht als Dateien übernehmen, deshalb wird dann neu gebaut. Wie Sie dabei Ihre Google-Treffer behalten, steht unter Website überarbeiten oder neu gestalten lassen?

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